Das teilte der BGH am Freitag in Karlsruhe mit.

Das Landgericht Frankfurt (Oder) hatte Mario K. wegen versuchten Mordes und erpresserischen Menschenraubes zu lebenslanger Haft verurteilt. Bei dem Prozess war es um die Entführung eines Bank-Managers gegangen. Laut Urteil wollte Mario K. Lösegeld erpressen und hielt sein Opfer auf einer Insel in einem Sumpfgebiet fest. Das Opfer hatte sich schließlich nach eineinhalb Tagen befreien und fliehen können. Zudem beging der Mann laut den Feststellungen der Frankfurter Richter Überfälle auf eine Millionärsfamilie südöstlich von Berlin. Bei dem Versuch, deren Tochter zu entführen, soll er einen Wachmann niedergeschossen haben, der infolge seiner lebensgefährlichen Verletzungen seither querschnittsgelähmt ist.

Der Angeklagte hatte die Vorwürfe stets bestritten. Der Täter trug immer eine Art Imkermaske - daher kommt der Name "Maskenmann"-Prozess.