Nolle war zunächst nicht erreichbar. Sein Mandat im Landtag behält er offenbar. Der 61 Jahre alte Druckerei-Unternehmer Nolle wurde von Teilen der CDU/SPD-Regierungskoalition im Freistaat schon seit längerem als "Störfaktor" betrachtet. Im Unterschied zu seinen Genossen hatte er den Koalitionspartner CDU wiederholt kritisiert.
In der Vorwoche geriet Nolle in seiner Fraktion massiv in die Kritik, nachdem er sich unzufrieden über die Kommunikation zwischen dem SPD-geführten Wirtschaftsministerium und der Landtagsfraktion geäußert hatte. In diesem Zusammenhang drohte er damit, sein Sprecheramt in der Fraktion aufzugeben. Fraktionschef Weiss reagierte damals ungewöhnlich scharf. Er schätze Nolle zwar als Querdenker, lehne aber "ultimatumartige" Forderungen ab. (dpa/mb)