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Kanzlerin: Für Studienabbrecher reicht verkürzte Berufsausbildung

Kanzlerin Angela Merkel informiert sich in Aachen über das Projekt Switch – hier im Gespräch mit dem Azubi Thomas Pütz.
Kanzlerin Angela Merkel informiert sich in Aachen über das Projekt Switch – hier im Gespräch mit dem Azubi Thomas Pütz. FOTO: dpa
Aachen. Die Bundesregierung will sich dafür starkmachen, dass Studienabbrecher in eine verkürzte Berufsausbildung gehen können. Das sagte Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) am gestrigen Donnerstag in Aachen. dpa/bl

Sie besuchte dort ein Unternehmen, das an einem Modellprojekt für Studienabbrecher namens "Switch" teilnimmt. Merkel sagte, für junge Menschen, die ihr Studium nicht abschließen, solle es zur Normalität werden, über eine verkürzte Berufsausbildung nachzudenken. Zu wenige machten nach dem Abbruch ihres Studiums eine Berufsausbildung. Dadurch hätten sie schlechtere Chancen auf dem Arbeitsmarkt.

"Das ist ein neuer Ansatz", sagte Merkel. Der Übergang von der Berufsausbildung zum Hochschulstudium sei schon gut möglich. "Aber wir sind noch längst nicht an dem Ziel, dass wir sagen, wer sein Hochschulstudium nicht beenden kann, traut sich eine Berufsausbildung zu." Vorbildlich bei dem Aachener Projekt sei die breite Zusammenarbeit zwischen Hochschulen, Stadt, Industrie- und Handelskammer, Handwerk, Bundesagentur für Arbeit und Berufsschulen.

Das Projekt "Switch" ist Teil des Programms "Jobstarter plus" des Bundesbildungsministeriums. Darin werden Maßnahmen und Modelle zur beruflichen Erstausbildung oder Fortbildung von Studienabbrechern entwickelt und erprobt, um so auch einen Beitrag dafür zu leisten, dass es ausreichend Fachkräfte in Deutschland gibt.