Frankreich bekommt nach den Anschlägen von Paris im Kampf gegen die Terrormiliz IS militärische Unterstützung von Russland. Kremlchef Wladimir Putin befahl seinen Streitkräften einen gemeinsamen Einsatz in Syrien gegen die islamischen Extremisten, die für den Anschlag mit 129 Todesopfern verantwortlich sein sollen.

Damit kommt François Hollande bei der Suche nach Verbündeten für den "Krieg" gegen den IS voran. Schon jetzt fliegen Franzosen an der Seite der USA Luftangriffe gegen den IS in Syrien. Russland und die USA waren sich bisher über die Strategie im Bürgerkriegsland Syrien uneins. Gestern bombardierten die Russen mehrere IS-Stellungen in Syrien. Hintergrund dafür könnte auch sein, dass Russland mittlerweile davon ausgeht, dass der Absturz der russischen Passagiermaschine über Ägypten von einer Bombe an Bord verursacht worden ist.

Die Franzosen sollten wie Verbündete behandelt werden, erklärte Putin. Den Befehl richtete er vor allem an den Kapitän des Kreuzers "Moskwa" im Mittelmeer. "In nächster Zeit kommt ein Verband der französischen Kriegsmarine, angeführt von einem Flugzeugträger, in Ihr Operationsgebiet. Nehmen Sie direkten Kontakt mit den Franzosen auf und arbeiten Sie mit ihnen wie mit Verbündeten!"

Die Spur des Terrors von Paris führt inzwischen auch nach Deutschland. Bei Aachen wurden sieben Verdächtige festgenommen. Abends kamen sie wieder auf freien Fuß. "Wir können feststellen, dass wir keine Erkenntnis haben, dass die Personen mit dem Anschlag in Verbindung stehen", sagte ein Polizeisprecher.