"Wenn der abgelenkte Fahrer in den Gegenverkehr gerät, werden Unbeteiligte hineingezogen. Es können Menschenleben ausgelöscht und ganze Familien zerstört werden", sagte der niedersächsische Landespolizeipräsident Uwe Binias am Mittwoch in Hannover.

Die vor zwei Jahren gestartete Kampagne "Tippen tötet" macht auf die Gefahren der Handynutzung am Steuer aufmerksam. In diesem Jahr sollen 48 neue, größere Banner an Autobahnen und Bundesstraßen aufgehängt werden. Die Warnung "Tippen tötet" wird auf Lastwagen, Handyhüllen und Postkarten verbreitet. Ein neuer Spot im Internet zeigt diese Situation: Das Handy auf dem Beifahrersitz summt, der Fahrer schaut auf die Nachricht: "Wann kommst du?" und will antworten. Dann quietschen Bremsen, die nächste Szene spielt im Krankenhaus.

Wer ein Handy am Steuer benutzt, muss ein Bußgeld von 60 Euro zahlen und erhält einen Punkt in der Verkehrssünder-Kartei. "Unsere europäischen Nachbarn gehen bei den Bußgeldern viel härter ran", sagt der Präsident der Landesverkehrswacht, Heiner Bartling.

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