Die Eskalation der Gewalt, bei der auch mindestens 800 Menschen verletzt wurden, löste im Ausland Befürchtungen vor einem Bürgerkrieg am Nil aus. Am Samstag war ein Ultimatum des Militärs an die Islamisten abgelaufen, sich am sogenannten Versöhnungsprozess zu beteiligen.

Nach den Zusammenstößen der Islamisten mit Sicherheitskräften am Samstag zählten die Islamisten nach eigenen Angaben weit über 100 Tote und 4000 Verletzte. Beide Seiten machten sich gegenseitig für das Blutvergießen verantwortlich. "Sie (die Polizisten) schießen nicht, um zu verwunden, sondern um zu töten", sagte Gehad al-Haddad, ein Sprecher der Muslimbrüder.

In der Suezkanal-Stadt Port Said gerieten am Sonntag Anhänger und Gegner Mursis beim Begräbnis eines Islamisten aneinander. Ein 16-jähriger Junge wurde erschossen.