Der Kreisausschuss berät heute in nicht öffentlicher Sitzung über eine Vergleichsvereinbarung mit dem Insolvenzverwalter Udo Feser. "Die ist nötig, weil der Kreis noch immer eine Rückkaufoption für den Flugplatz besitzt", sagte Feser der RUNDSCHAU. Noch sei aber "nichts in trockenen Tüchern".

Der Flugplatz könnte demnach weiter betrieben werden, dafür seien vonseiten des neuen Betreibers auch Investitionen in die Infrastruktur geplant. Erst im Januar 2017 hatte die Obere Luftfahrtbehörde Berlin-Brandenburg die Genehmigung für den Platz auf Antrag des Insolvenzverwalters bis Ende Juli 2017 verlängert.

Vom Verkaufserlös im hohen sechsstelligen Bereich könnten der Spree-Neiße-Kreis wie auch die Stadt Guben, das Amt Peitz, die Gemeinden Jänschwalde und Schenkendöbern als kommunale Altgesellschafter profitieren. Ein Teil des Geldes fließt in die Tilgung von Gläubigeransprüchen.

Die Investorengruppe Flacks Group hatte im Juli 2015 Insolvenz angemeldet. Der Plan, auf dem einstigen Militärflughafen ein Wartungscenter für Passagier- und Cargomaschinen zu bauen, war gescheitert.

Eine Entscheidung darüber, ob der Landkreis Spree-Neiße dem jetzt vorgelegten Vergleichsangebot des Insolvenzverwalters zustimmt, könnte es Ende April im Kreistag geben.