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Kästner-Preis für Breslaus Stadtpräsident

Rafal Dutkiewicz will sein Preisgeld für ein deutsch-polnisches Museumsprojekt von Kindern und Jugendlichen stiften.
Rafal Dutkiewicz will sein Preisgeld für ein deutsch-polnisches Museumsprojekt von Kindern und Jugendlichen stiften. FOTO: dpa
Dresden. Der Stadtpräsident von Breslau (Wroclaw), Rafal Dutkiewicz, ist mit dem Erich-Kästner-Preis des Dresdner Presseclubs ausgezeichnet worden. Er bekomme ihn für sein "vielfältiges Engagement für ein friedvolles und kulturvolles Europa" sowie die Verdienste um die Städtepartnerschaft zwischen Dresden und Breslau, teilte der Club mit. dpa/uf

"Er ist ein wahrhaft europäischer Politiker mit einem besonderen Charisma, mit Weitblick und großen Verdiensten um die deutsch-polnischen Beziehungen", sagte Club-Chefin Bettina Klemm bei der Verleihung. "Europa ist unsere Zukunft - Nationalismen sind von gestern", betonte Dutkiewicz in seiner Dankesrede. Das Amt des Stadtpräsidenten ist dem eines Oberbürgermeisters vergleichbar.

Der mit 10 000 Euro dotierte Preis wird seit 1994 jährlich an Menschen vergeben, die sich laut Satzung "um den Gedanken der Toleranz, der Humanität und der Völkerverständigung" verdient gemacht haben. Erster Preisträger war 1994 Ignaz Bubis, der damalige Präsident des Zentralrates der Juden in Deutschland. Im vergangenen Jahr wurde der Gründer von Pro Asyl und Vorsitzende des Interkulturellen Rates in Deutschland, Jürgen Micksch, geehrt.

Dutkiewicz möchte das Preisgeld einem gemeinsamen Museumsprojekt deutscher und polnischer Kinder und Jugendlicher zur Verfügung stellen.