Solange Berlin nichts unternehme, um die Forderungen deutscher Vertriebener zu stoppen, könne es keine wirkliche Normalisierung der Beziehungen geben, sagte Kaczynski gestern in Warschau. Die Ausführungen Merkels in der Universität von Warschau hätten gezeigt, dass es "in dieser Frage keine Fortschritte gibt".
Merkel hatte vor Studenten der Universität erklärt, dass die Bundesregierung die Entschädigungsklagen deutscher Vertriebener durch die Preußische Treuhand vor dem Europä ischen Gerichtshof für Menschenrechte nicht unterstützen werde. Kaczynski und seiner nationalkonservativen Regierung geht die Aussage jedoch nicht weit genug. (AFP/ab)