Sachsens 10 000 Jäger sollen nach dem Willen der schwarz-gelben Landesregierung die Ausbreitung des Wolfes in der Oberlausitz erkunden und schützen. Den Gesetzentwurf für ein neues Jagdgesetz hatte das Kabinett am Dienstag beschlossen. Damit soll 2012 eine Verordnung verknüpft werden, die den Wolf dem Jagdrecht unterstellt. Den Wolf ins Jagdrecht aufzunehmen, wäre ein reiner Symbolakt, sagte FDP-Fraktionsvize Tino Günther. Darauf könne verzichtet werden.

Es kristallisiere sich heraus, dass die Mehrheit der Fraktion große Bedenken gegen das Vorgehen habe. Auch ohne das Jagdrecht bleibe der Wolf, der verständlicherweise von vielen Jägern nicht besonders geliebt werde, streng geschützt. In der CDU gibt es weiteren Gesprächsbedarf. Fraktionssprecher Dirk Reelfs erklärte, die Abgeordneten hätten noch nicht abschließend über das Thema beraten. Änderungen seien nicht ausgeschlossen.