Die Auszeit ist zur Organisation der Pflege vorgesehen. Geplant ist ein Lohnersatz von bis zu 90 Prozent vom Nettoeinkommen. Die Auszeit gab es bislang zwar schon - aber unbezahlt. Nach dem Kabinettsbeschluss vom Mittwoch durchläuft der Gesetzentwurf noch das parlamentarische Verfahren.

Indes arbeitet die Koalition noch an einigen Änderungen ihrer Pflegereform. Vorliegende Änderungsanträge gingen gestern in den Gesundheitsausschuss des Bundestags. Am Freitag will das Parlament abschließend über die Reform beraten. Einer der Änderungsanträge sieht vor, dass die monatlichen Zuschläge für Bewohner von ambulant betreuten Wohngruppen leicht auf 205 Euro erhöht und vor allem ausgeweitet werden. Betroffene sollen das Geld in mehr Fällen als bisher bekommen. Die Zahl der Pflege-WGs stieg in den vergangenen Jahren deutlich auf fast 1600 an - initiiert von Angehörigen, Vereinen oder ambulanten Pflegediensten. Die Grünen hatten unter Berufung auf Regierungsangaben die bisherigen Finanzierungskonzepte aber teils als gescheitert kritisiert.