Dabei wurde unter Zeitdruck improvisiert, Baupläne wurden missachtet. Nachdem der Termin im Mai geplatzt war, kündigte der Flughafen dem Generalplaner PG BBI. Das machte den Neustart der Bauarbeiten umso schwieriger. Bis jetzt sei noch nicht klar, welche Mängel in den Böden und Decken des Terminals versteckt sind, räumte Technikchef Horst Amann ein.

Brandschutzanlage: Bei Tests kurz vor Weihnachten hat sich gezeigt, dass der Rauch im Brandfall nicht so abgesaugt wird wie gewünscht. Ursprünglich sollte die Entrauchungsanlage in mehrere Etagen gleichzeitig wirken. Nun soll das System im Brandfall etagenweise für rauchfreie Zonen zur Flucht sorgen. Kompliziert wird die Sache dadurch, dass der Qualm laut Bauplan unter dem Gebäude hindurchgeführt werden soll.

Kabelsalat: Nicht nur bei den Signalen für Brandschutz, sondern auch bei den Kabeln für Stromversorgung und Telekommunikation sind Kabel falsch verlegt worden. Teilweise sind die Schächte zu klein.

Nur wenig Kühlung: Die Kühlung des zentralen Computersystems und der unterirdischen Tankanlage ist zu schwach und muss nachgerüstet werden.

Keine Krankenstation: Für den BER ist keine eigene Krankenstation geplant. Kritiker halten das für ein so großes Gebäude mit Tausenden von Menschen für unverantwortlich.