Die Forderung des innenpolitschen Sprechers der CDU-Landtagsfraktion, Sven Petke, halte sie für kurzsichtig und sachlich falsch, erklärte sie gestern. Es gehe um psychisch kranke Menschen. „Sie haben zwar Straftaten begangen, aber Auslöser für den Rechtsbruch war die behandlungsbedürftige Krankheit, weshalb die Justiz nicht zuständig ist“ , erklärte Richstein.
Ausgangspunkt war, dass nach dem sexuellen Missbrauch zweier Jungen auf dem Gelände der Landesklinik Eberswalde der Maßregelvollzug für den mutmaßlichen Täter aufgehoben wurde (die RUNDSCHAU berichtete).
Der Maßregelvollzug in Brandenburg sei ein Problemfeld, räumte die Ministerin ein und betonte: „Man kann auf verschiedene Weise damit umgehen, nämlich erstens das Problem anpacken und lösen oder zweitens es negieren und abschieben“ . (Eig.Ber./mm)