Der Beistand durch einen staatlich vergüteten Rechtsanwalt müsse für mehr Opfer von Straftaten gesichert werden, sagte Mackenroth gestern nach einem Gespräch mit dem Bundesvorsitzenden des Weißen Ringes, Reinhard Böttcher, in Dresden. Bislang müsse ein Opferanwalt nur bei versuchten Tötungs- oder Sexualdelikten bestellt werden. Wesentliche Teile der Gewaltkriminalität wie schwere Körperverletzung oder Geiselnahme blieben aber ausgeklammert.
Für eine Stärkung der Opferrechte im Strafverfahren soll zudem der Opferschutz auch bei einer gesetzlichen Regelung von Absprachen gestärkt werden. Mackenroth signalisierte Unterstützung für den Vorschlag des Weißen Ringes, dass eine Urteilsabsprache die Zustimmung des Nebenklägers voraussetzen solle. Nach den bisherigen Entwürfen könne eine Verständigung mit dem Opfer zwar erörtert werden, eine Zustimmung sei aber nicht erforderlich, hieß es.
(dpa/mb)