"Wenn wir im Zweifel sind, ob er noch mal gefährlich wird für die Umwelt und für seine Mitmenschen, dann plädiere ich im Zweifel für die Sicherheit", sagte gestern der Minister. Die Justiz müsse den Strafrahmen voll ausschöpfen. Bundesjustizministerin Brigitte Zypries (SPD) hatte Reformen angekündigt, um Rückfälle einzudämmen.
Die Haftung der Gutachter dürfe aber nicht ausgeweitet werden, sagte Mackenroth. Dann würde niemand mehr freiwillig Gutachten für die Straftäter erstellen. In Sachsen werde nun stattdessen die Aus-und Weiterbildung der Gutachter auf den Prüfstand gestellt. Er könne sich auch häufigere Wechsel der Gutachter in neue Gerichtsbezirke vorstellen.
Nach Ansicht Mackenroths gibt es "kein Regelungsdefizit, sondern ein Vollzugsdefizit". Ehemalige Täter müssten "sehr eng geführt werden". Denkbar seien eine bundesweite Meldepflicht sowie die Möglichkeit der vorbeugenden Haft. Beim Verstoß gegen Auflagen sollten entlassene Sexualstraftäter in "Warnarrest" genommen werden können. Nach dem wochenlangen Martyrium der 13-jährigen Stephanie aus Dresden hatte es wiederholt Forderungen nach einer schärferen Kontrolle von Sexualstraftäter gegeben. (dpa/mb)