Sechs junge Männer benahmen sich gestern Abend in einem Flugzeug derart daneben, dass der Kapitän sie vom Flug ausschloss. Eine außerplanmäßige Landung auf dem Flughafen Berlin-Schönefeld, Ordnungswidrigkeitenanzeigen und Bundespolizisten an Bord waren die Folge.

Eine Gruppe junger Briten wollte Freitagabend als Teil eines Junggesellenabschiedes mit einer Maschine der Ryanair von London nach Bratislava reisen. Während des Fluges störten sechs der zwölfköpfigen Gruppe die Sicherheit an Bord und kamen den Weisungen der Crew nicht nach. Der Kapitän der mit 170 Fluggästen besetzten Maschine entschloss sich gegen 20:30 Uhr zu einer außerplanmäßigen Landung. Auf dem Flughafen Berlin-Schönfeld nahmen Bundespolizisten die alkoholisierten Männer aus Southampton / Großbritannien in Empfang, nachdem der Kapitän sie vom Flug ausgeschlossen hatte.

"Der Flug von London-Luton nach Bratislava am 26. Februar 2016 wurde nach Berlin umgeleitet, nachdem einige Passagiere während des Fluges störten. Das Flugzeug landete normal am Flughafen Berlin-Schönefeld und die Polizei entfernte diese Personen aus dem Flugzeug und nahm sie fest. Wir werden zu keiner Zeit ausfallendes oder störendes Verhalten tolerieren. Die Sicherheit und der Komfort unserer Kunden, Besatzung und Flugzeuge hat für uns höchste Priorität. Dies ist jetzt eine Angelegenheit für die örtliche Polizei, so Robin Kiely, Head of Communications bei Ryanair."

Die Beamten schrieben gegen die 25 bis 28 Jahre alten Männer Ordnungswidrigkeitenanzeigen nach dem Luftsicherheitsgesetz. Diese kann mit einer Geldbuße von bis zu 25.000 Euro geahndet werden. Dazu könnten noch zivilrechtliche Ansprüche der Airline kommen.

Nach Feststellung ihrer Personalien verließen die sechs jungen Männer, darunter auch der Junggeselle, die Dienststelle der Bundespolizei wieder.