Der 58-Jährige traf sich nach einer Sondersitzung des Kabinetts mit Großherzog Henri, um über das weitere Vorgehen zu beraten und eine Neuwahl vorzuschlagen. Wegen einer Geheimdienst-Affäre hatte der sozialdemokratische Koalitionspartner Junckers Christsozialen die Unterstützung versagt. "Ich habe dem Großherzog aus meiner Sicht, aus Regierungssicht, die Lage beschrieben", sagte Juncker nach dem Treffen mit Henri. "Es ist jetzt an dem Großherzog, seine Entscheidung zu treffen." Bei einer vorgezogenen Wahl will Juncker wieder antreten: "Lust hätte ich schon, aber das muss meine Partei entscheiden", sagte er. Ein möglicher Termin für die Neuwahl könnte der 20. Oktober sein. Damit würde Junckers Regierung faktisch im Herbst zurücktreten. Regierungssprecher Guy Schuller betonte aber, die Regierung sei nicht zurückgetreten und voll funktionsfähig.