Ursprünglich waren für dieses Jahr 390 000 Übernachtungen anvisiert worden. Das wären 20 000 mehr als im Vorjahr und Rekord seit 1990. Zwar seien die Häuser vom Hochwasser verschont geblieben. Aber 2100 Übernachtungen seien dennoch durch Stornierungen verloren gegangen. "Das Hochwasser hat uns ein bisschen einen Strich durch die Rechnung gemacht, es kann sein, dass das unser Gesamtergebnis ein bisschen schmälert", sagte Müller.

Allerdings sei die Zeit der Sommerferien sehr gut gewesen. Über die Sommermonate habe es in den sächsischen Jugendherbergen viele Ferienfreizeiten gegeben. "Auch internationale Ferienfreizeiten hatten wir wieder, mit Gästen aus Tschechien, Russland und Japan", sagte Müller.

Im Freistaat gibt es 26 Jugendherbergen mit 3500 Betten. Jährlich übernachten 150 000 bis 160 000 Gäste in den sächsischen Jugendherbergen. Familien machen mittlerweile rund ein Fünftel der Übernachtungen aus. Etwa 30 Prozent sind Klassenfahrten, gefolgt von Vereinen und Individualreisenden.

In diesem Jahr wurden 1,37 Millionen Euro in ein neues Versorgungsgebäude für die Jugendherberge in Falkenhain an der Talsperre Kriebstein investiert. Beim diesjährigen Verbandsvergleich der bundesweit 240 Jugendherbergen landete das Haus in Johanngeorgenstadt im Erzgebirge auf Platz 1 und ist 2013 Deutschlands beste Jugendherberge.