„Die Belegung des Hauses ist noch nicht zufriedenstellend“, sagte der Vorstandsvorsitzende des Deutschen Jugendherbergswerkes (DJH) Berlin-Brandenburg, Thomas Seerig, am Samstag. Das DJH ist Träger des für rund 1,2 Millionen Euro sanierten Hauses, einst Dienstvilla des Inspekteurs aller Konzentrationslager, Theodor Eicke.
Rund 5000 Übernachtungen seien im „Haus Szczypiorski“ mit rund 30 Betten bislang gezählt worden, in diesem Jahr liege die Auslastung bisher bei 35 Prozent. „Das Haus ist keines, das wir aus ökonomischen Gründen betreiben, sondern in unserer gesellschaftlichen Verantwortung für die Region“, betonte Seerig. In dem Gebäude werden seit Oktober 2006 in enger Zusammenarbeit mit der Gedenkstätte Sachsenhausen und Partnern mehrtägige Projekte veranstaltet. „Das Haus hat sich als hervorragender Ort für die historische Auseinandersetzung mit Sachsenhausen bewährt“, betonte der Sprecher der Stiftung Brandenburgische Gedenkstätten, Horst Seferens.
In der Begegnungsstätte seien unter anderem Zeitzeugen- und Medienprojekte, Sommerworkcamps und Treffen internationaler Gäste veranstaltet worden. Aus Anlass des zweijährigen Bestehens wurde am Samstag ein Sommerfest gefeiert, bei dem die Gäste unter anderem Einblicke in bereits verwirklichte Projekte bekamen. Außerdem gab es ein Straßenfußballturnier. Zur Begegnungsstätte gehören 3000 Quadratmeter Freizeitgelände. Namensgeber des Hauses ist der polnische Schriftsteller und ehemalige Häftling des KZ Sachsenhausen, Andrzej Szczypiorski (1928-2000).
(dpa/bw)