Diese Technologie habe weltweit Bedeutung, sagte der Vorsitzende der SPD-Landtagsfraktion, Günter Baaske, am Dienstag in Potsdam. „Das ist ein sehr schöner Tag für Brandenburg.“ Im Unterschied zu „Defätisten“ und Funktionsträgern wie bei den Grünen seien die Sozialdemokraten „sehr optimistisch“. SPD-Generalsekretär Klaus Ness nannte die Proteste in Schwarze Pumpe „zynisch“, da sie sich dagegen wehrten, dass Kohlendioxid vermieden werde.

Umweltschützer protestierten vor der Anlage gegen Vattenfall wegen der Verbrennung von fossilen Energieträgern. Sie zeigten unter anderem ein Transparent mit der Aufschrift „Lasst euch nicht verkohlen“ und kritisierten in Sprechchören die Technologie zur Abscheidung des klimaschädlichen CO2 (CCS).
Die stellvertretende Grünen-Fraktionsvorsitzende im Bundestag, Bärbel Höhn, beteichnete die Anlage als „Feigenblatt“. Dahinter wolle der Energiekonzern die verheerende Klimabilanz seiner geplanten neuen Kohlekraftwerke verbergen, sagte Höhn einer Mitteilung zufolge.

In der Pilotanlage wird durch die CCS-Technologie kein Kohlendioxid nach dem Verbrennen nicht in die Luft geblasen, heißt es von Vattenfall. Das Treibhausgas wird aus dem Rauchgas abgetrennt und zur unterirdischen Speicherung verflüssigt.
Die Kohle habe daher auch weiterhin eine Zukunft, aber die Emission von CO2 nicht, sagte der Vattenfall-Vorstandsvorsitzende Tuomo Hatakka am Dienstag. Das Projekt im Industriepark Schwarze Pumpe kostete 70 Millionen Euro und wurde in gut zweijähriger Bauzeit realisiert.