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| 02:33 Uhr

Johannismühle will Wolfszentrum werden

Baruth. Brandenburg soll ein Wolfszentrum erhalten. Das steht im Sieben-Punkte-Plan, den Umweltminister Jörg Vogelsänger (SPD) vorlegte und der diese Woche beim Wolfsplenum in Potsdam diskutiert wurde. Der Wildpark Johannismühle am Rande der Lausitz hat sich dafür in Stellung gebracht. B. Baumert

"Als Geschäftsführer der Wildpark Johannismühle GmbH & Co KG erkläre ich mich ausdrücklich bereit, auf unserem Gelände ein Wolfsinformationszentrum für das Land Brandenburg in Kooperation mit den einzelnen Verbänden und Behörden zu errichten", erklärte Julian Dorsch. Der Wildpark bei Baruth (Teltow-Fläming) biete sich als optimaler Standort "sowohl für die Bürgernähe als auch die Nähe zur Landeshauptstadt Potsdam" an.

Anders als in Sachsen, wo das Wolfsbüro in Rietschen bereits seit 2004 für die Informations- und Aufklärungsarbeit zum Thema Wolf zuständig ist, hat Brandenburg bisher keine entsprechende Einrichtung. Hier arbeiten lediglich ehrenamtliche Wolfsbeauftragte in den Regionen. Mit zunehmender Population und sich zuspitzenden Diskussionen vonseiten der Tierhalter und Jäger will Brandenburg nun nachziehen. "Die Zeit für ein Wolfsinformationszentrum in Brandenburg ist mehr als gekommen. Und eine Anlaufstelle für Landwirte, Bürger und Touristen sollte zeitnah erfolgen, um einer Konfliktentstehung, wie sie sich leider aktuell anbahnt, entgegenzuwirken", erklärt Julian Dorsch für den Wildpark.

"Ein gemeinsames Monitoring ist wichtig. Wir brauchen Zahlen und Nachweise zum Wolf, die transparent sind und von allen Beteiligten akzeptiert werden. Dies ist auch die Grundlage für den zukünftigen Managementplan", sagte Umweltstaatssekretärin Carolin Schilde. Bei der Weiterentwicklung des Wolfsmanagements sei Brandenburg in Kontakt mit anderen Ländern. Die Staatssekretärin trat zudem Befürchtungen entgegen, dass damit der Schutz nicht mehr ausreichend gewährleistet ist. Der Wolf bleibe geschützte Art, "aber seit der Verabschiedung der FFH-Richtlinie 1992 hat sich die Welt weiterentwickelt", so Schilde.