Bereits zum zwanzigsten Mal wird in Deutschland, traditionsgemäß am zweiten Sonntag im September, zum Tag des offenen Denkmals eingeladen. Die gemeinsame Aktion der Deutschen Stiftung Denkmalschutz und der Bundesländer, vor allem aber der vielen Verbände, Vereine, Denkmaleigentümer und Bürgerinitiativen hat auch in der Lausitz viele Anhänger gefunden. Sonderführungen, Vorträge und Rahmenprogramme machen historische Kulturdenkmale erlebbar.

Der diesjährige Tag des offenen Denkmals steht unter dem Motto "Jenseits des Guten und Schönen: Unbequeme Denkmale?" Die landesweite Eröffnungsveranstaltung findet ab 10 Uhr am Hüttenwerk Peitz statt. Das einstige Stabhammerwerk dort, erbaut 1821, war viele Jahre nahezu dem Verfall preisgegeben. Im wahrsten Sinne "jenseits des Guten und Schönen" konnte das Gebäude im Jahre 2010 zunächst gesichert und erhalten werden.

So bietet dieser Tag nicht nur Gelegenheit, vergessene Denkmale neu zu entdecken, sondern auch Ideen für ihre Zukunft zu entwickeln. Es heißt nicht umsonst: Denk mal! Auch wenn's unbequem ist: Für einige Denkmale ist es die letzte Chance.