"Für die Rettung gefährdeter Sakralbauten ist neben Geld auch Kreativität notwendig", sagte Magdeburgs Kirchenoberbaurat Michael Sußmann. 95 Prozent der Gebäude in den Bundesländern Sachsen, Thüringen, Brandenburg und Sachsen-Anhalt stünden unter Denkmalschutz. Keine Region in Deutschland besitze eine so große Anzahl mittelalterlicher Kirchen wie das Kernland des Protestantismus.
Er plädierte dafür, Kirchen notfalls in einen "Wartestand" zu versetzen, wenn eine umfassende Sanierung gegenwärtig nicht machbar sei. In dieser Ruhephase sollten einfache, aber wirkungsvolle Sicherungsmaßnahmen ergriffen werden, um den Verfall aufzuhalten.
Sußmann lobte ausdrücklich das Wirken der rund 160 Kirchbauvereine. Mit ihrer Hilfe sei in den zurückliegenden 15 Jahren vieles erreicht worden. In den ehrenamtlichen Gremien engagierten sich zunehmend auch Nichtchristen, denen die "Kirche im Dorf" etwas bedeutet. (ddp/ta)