44 49 Auszubildende haben im vorigen Jahr nach Angaben des Bundesinstituts für Berufsbildung ihre Ausbildung in Brandenburg abgebrochen - im Bundesdurchschnitt waren es nur 24,4 Prozent. Nur in Mecklenburg-Vorpommern, Berlin und Sachsen-Anhalt schmeißen mit mehr als 30 Prozent der Lehrlinge noch mehr junge Menschen hin .

Doch Brandenburgs Arbeitsminister Günter Baaske relativiert. Die deutlich gestiegene Quote - 2010 lag sie in Brandenburg noch bei 26,6 Prozent - entspreche nicht der Realität. "Mehr als 50 Prozent der Jugendlichen wechseln den Betrieb, den Beruf oder den Ort und sind anschließend wieder in einer Ausbildung", sagte Baaske am Dienstag in Potsdam. Manche der Schulabgänger hätten drei oder vier Ausbildungsverträge abgeschlossen, aber später nur eine Ausbildung angetreten. Wieder andere hätten im Nachrückverfahren einen Studienplatz bekommen und wechselten deshalb. "Daher schätze ich die Abbrecherquote auf 15 Prozent", so Baaske.

A us Anlass der bevorstehenden Vergabe der Halbjahreszeugnisse an den Schulen appellierten Baaske und Bildungsministerin Martina Münch (SPD) am Dienstag mit einem Elternbrief an die Familien der künftigen Schulabgänger, sich sorgfältig und rechtzeitig auf den Start in die Ausbildung vorzubereiten. "Die Berufswahl ist eine der wichtigsten Entscheidungen im Leben", so Baaske. In Brandenburg gebe es mehr als 330 Ausbildungsberu fe. Brandenburg Seite 4