Etwa zwei Millionen Menschen sind im vergangenen Jahr an den Folgen der Immunschwäche gestorben, rund 2,7 Millionen infizierten sich neu, heißt es im Weltaidsbericht 2008. Nach wie vor können Medikamente den Ausbruch der unheilbaren Krankheit nur verzögern.
Afrika ist demnach weiter das Zentrum der Epidemie: Dort leben zwei von drei Betroffenen (67 Prozent), und dort starben drei von vier Aids opfern (72 Prozent) des vergangenen Jahres. Die Zahl infizierter Kinder, die jünger als 15 Jahre sind, erreichte 2007 weltweit mit etwas mehr als zwei Millionen einen neuen Höchststand, 270 000 Kinder starben an Aids, 370 000 infizierten sich neu. Immerhin ist die Zahl der Todesfälle bei Kindern leicht gesunken: 2003 waren noch 310 000 Kinder an der Immunschwäche gestorben.
Die Zahl neuer Infektionen ist seit 2001 weltweit von drei Millionen auf 2,7 Millionen im vergangenen Jahr gesunken. Trotz dieses Rückgangs sei die Epidemie „in keinem Teil der Welt vorbei“ , warnt Unaids. In China, Indonesien, Kenia, der Russischen Föderation, der Ukraine und Vietnam steige die Infektionsrate. Dies gelte auch für die „älteren“ Epidemien, etwa jene in Deutschland, Großbritannien und Australien.
In Deutschland hatte das Robert Koch-Institut für 2007 eine Zunahme von vier Prozent bei neuen HIV-Diagnosen registriert, insgesamt wurden dem Institut 2752 Neuinfektionen gemeldet. Die Zahl der Erstdiagnosen hat sich damit seit 2001 beständig erhöht. Betroffen sind hierzulande vor allem homosexuelle Männer. Experten kritisieren einen mangelnden Schutz.
Die in dem Papier genannten Zahlen sind Schätzwerte.
(dpa/das)