Den Angaben zufolge lebten im April 2002 etwa 2,25 Millionen Frauen und Mädchen im Freistaat. Von den 1 450 900 Sächsinnen zwischen 15 und 65 Jahren waren rund 60 Prozent erwerbstätig und 14,6 Prozent erwerbslos. Im Vergleich dazu hatten 64 Prozent der Männer einen Job, 15,3 Prozent von ihnen waren ohne Arbeit. 1991 standen noch 67 Prozent der Frauen in Lohn und Brot, bei den Männern sogar 79 Prozent.
Der Anteil der Frauen mit Fachhochschul- oder Hochschulreife ist seit 1991 von 7,4 Prozent auf 13 Prozent (2002) gestiegen. Bei den Männern liegt der Anteil der Abiturienten nach wie vor höher: 17,6 Prozent konnten 2002 diesen Schulabschluss vorweisen. 1991 waren es 11,4 Prozent gewesen.
Frauen verdienen nach Angaben des Statistischen Bundesamtes immer noch deutlich weniger als Männer. Angestellte im produzierenden Gewerbe, im Handel, im Kredit- und Versicherungsgewerbe bekamen 2002 durchschnittlich 30 Prozent weniger Geld als ihre männlichen Kollegen. Bei den Arbeiterinnen blieb der Lohn 26 Prozent unter dem der Männer. Der Unterschied zwischen Männern und Frauen war in den neuen Ländern jedoch geringer als im früheren Bundesgebiet. In Ostdeutschland verdienten Frauen im Durchschnitt etwa 23 Prozent weniger als Männer. (dpa/wie)