Was mit einem Waldspaziergang begann, endete mit einem möglicherweise spektakulären Waffenfund. Zunächst entdeckte ein Spaziergänger in einem Wald im Amt Neuhausen eine 250-Kilogramm-Flieger-Bombe. Er alarmierte den Kampfmittelbeseitigungsdienst. "Die Bombe ist vermutlich nach dem Ende des Zweiten Weltkriegs in Cottbus geborgen, entschärft und dann in dem Waldgebiet entsorgt worden", sagt Sprengmeister Uwe Zierdt. Außerdem stießen die Kampfmittelspezialisten bereits bei ihrer Probegrabung auf die historischen Hieb- und Stichwaffen. Diese wurden gesichert und sollen jetzt von Experten identifiziert werden.

Die Waffen befinden sich in einem schlechten Zustand, die Klingen sind stark verrostet, erklärt Markus Agthe vom Brandenburgischen Landesamt für Denkmalpflege. Die Herkunft sei noch unklar. Die aufgebrachten Wappen könnten aber auf eine Verbindung zum Hause Pückler hindeuten. Die historische Bedeutung des Fundes lasse sich zum jetzigen Zeitpunkt noch nicht bewerten, so Claudius Wecke, Leiter des Branitzer Parkes. Sollte es sich aber tatsächlich um Sammlungsstücke aus dem Familienbesitz Pücklers handeln, sollen die Säbel restauriert und dann in die vorhandene Waffensammlung eingefügt werden.

Die Munition wird laut Kampfmittelräumdienst in den nächsten Wochen geborgen, unschädlich gemacht und dann abtransportiert. Die Arbeiten auf der rund ein Hektar großen Fläche sollen knapp zwei Monate dauern. Lokales