Christa und Peter Mietke wissen diesen Service seit Jahren nicht nur während der Sommermonate zu schätzen.
Die Berliner gehören zu den etwa 150 Dauercampern, die auch den Jahreswechsel im Wohnwagen verbringen, zwar beengter als in der heimischen Wohnung, dennoch mit Komfort. In der kalten Jahreszeit genießen die leidenschaftlichen Camper vor allem die Ruhe, denn von den mehr als 300 Stellplätzen sind nur etwa 50 belegt.
„Da ist ein unbeschreibliches Zusammengehörigkeitsgefühl, man hat einfach die gleichen Interessen und ist an der frischen Luft“ , erklären die Berliner Karl-Heinz und Renate Schröder, die sich für Sylvester mit zwei befreundeten Ehepaaren aus Waldsieversdorf verabredet haben. Auch die ungemütliche Witterung konnte die Camper nicht schrecken. „Es gibt kein schlechtes Wetter, nur schlechte Kleidung“ , behauptet Schröder grinsend. Seine Frau nickt zustimmend.
„Man wird als Camper geboren, die Leute sind schon ein eigenes Völkchen“ , erklärt Matthias Höse. Der 32-jährige Schwabe hat selbst von Kindesbeinen an seine eigenen Wohnwagen-Erfahrungen gemacht. Gemeinsam mit den Eltern kaufte er den ehemaligen Gemeinde-Zeltplatz von Tiefensee 1992 von der Treuhand und möbelte ihn für rund zwei Millionen Euro auf. Damit die Camperkolonie trotz enger Nachbarschaft auch wirklich im Grünen wohnt, pflanzten Höses 15 000 Sträucher und Bäume. Die Rechnung, den Gästen ganzjähriges einen Anreiz zu bieten, ging aufgrund des ausgezeichneten Services und der exquisiten Wellness-Zone auf.
Wer nicht über eine eigene, mobile Behausung verfügt, kann auch in einem der neun hölzernen Ferienhäuser Quartier nehmen.