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| 10:24 Uhr

Jänschwalde: Schleifer löst Großbrand aus

Jänschwalde.. Bei einem Brand im Braunkohlekraftwerk Jänschwalde (Spree-Neiße) des Energiekonzerns Vattenfall ist eine Bekohlungsanlage beschädigt worden. Menschen wurden nicht verletzt, teilte Vattenfall Europe am Freitag in Cottbus mit. dpa/nm

Da die Kohleversorgung für das Werk 1 unterbrochen wurde, mussten zwei der sechs 500-Megawatt-Blöcke abgeschaltet werden. Die Stromversorgung der Kunden sei trotzdem gesichert, hieß es. Offen sei im Moment, wie lange die beiden Kraftwerksblöcke abgeschaltet bleiben müssen.

Das Feuer sei um 9.15 Uhr bei Arbeiten mit einem Trennschleifer an einem Kohlefallrohr ausgebrochen. Dort werden Kohleproben entnommen. Die Funken hätten Braunkohle sowie ein Transportband aus Gummi, das schräg in der Anlage nach oben führt, entzündet. Gegen 10.30 Uhr habe die Feuerwehr die Flammen unter Kontrolle gehabt.

An den Löscharbeiten beteiligten sich die Werkfeuerwehren der drei Lausitzer Vattenfall-Kraftwerke in Jänschwalde, Schwarze Pumpe (beide Spree-Neiße) sowie im ostsächsischen Boxberg. Unterstützung erhielten sie von der Cottbuser Berufsfeuerwehr und von freiwilligen Feuerwehren des Amtes Peitz. Insgesamt waren nach Angaben der Leitstelle Lausitz 19 Fahrzeuge und rund <br> 50 Feuerwehrleute im Einsatz.

Ein Feuerwehrmann der Werkfeuerwehr musste wegen Erschöpfung zur Kontrolle in das Cottbuser Klinikum gebracht werden.
Vattenfall ist durch Pannen in Atomkraftwerken im vergangenen in die Schlagzeilen geraten. Im Juni 2007 hatte es Zwischenfälle in den schleswig-holsteinischen Atommeilern Krümmel und Brunsbüttel gegeben. Daraufhin mussten beide Anlagen vom Netz genommen werden. In Krümmel (Geesthacht) brannte ein Transformator, und in Brunsbüttel gab es einen Kurzschluss. Später stellten sich weitere Mängel wie fehlerhaft installierte Dübel heraus. Für seine Informationspolitik wurde der Konzern wiederholt kritisiert.