"Für uns ist jetzt die Zeit der Ernte angebrochen", sagte der Geschäftsführer des Landesjagdverbandes, Bernd Möller. Dabei dienen die Abschüsse des vergangenen Jagdjahres 2005/06 der Orientierung: Damals wurden rund 67 000 Rehe, 8500 Stück Rotwild und 66 700 Wildschweine erlegt.
Dieses Mal würden voraussichtlich nicht annähernd so viele Wildschweine erlegt, meint Möller. "Der letzte lange und kalte Winter hat besonders beim Nachwuchs für erhebliche Ausfälle gesorgt."
In den vergangenen Jahren mussten sich die Jäger immer wieder wegen einer zu hohen Wilddichte in den einheimischen Wäldern Kritik anhören. Besonders Rehe fressen die Knospen und Triebe von jungen Bäumen.
Der Landesjagdverband zählt gegenwärtig rund 10 000 Mitglieder; vor wenigen Jahren waren es noch rund 1000 mehr. "Das Durchschnittsalter der Weidmänner liegt inzwischen bei 59 Jahren", sagte Möller. Immer mehr von ihnen müssten sich deshalb aus Altersgründen von der aktiven Jagd zurückziehen und schieden aus.
Deshalb betreibe der Verband inzwischen eine intensive Nachwuchsarbeit zur Gewinnung neuer und vor allem junger Mitglieder. Dabei würden insbesondere Schüler angesprochen.