Netanjahus konservativer Likud steht demnach bei 22 Sitzen. Auf Platz drei könnte die gemeinsame Liste aus drei arabisch-israelischen Parteien und der kommunistischen Hadasch hoffen. Nach einer Parlamentswahl erhält in Israel traditionell der Chef der Partei mit den meisten Stimmen den Auftrag zur Regierungsbildung. Wenn dieser Politiker kein Bündnis schmieden kann, geht der Auftrag an den Zweitplatzierten. Netanjahus Chancen, eine Koalitionsregierung zu bilden, gelten zwar als deutlich besser. Doch selbst Netanjahu warnte kürzlich vor einem möglichen Politikwandel in Israel. "Ich mache mir in der Tat Sorgen", hatte er am Donnerstag angesichts neuer Umfragen dem israelischen Fernsehen gesagt.

Für die Statistik waren am Donnerstagabend 1032 potenzielle Wähler befragt worden. In Israel wird am kommenden Dienstag, dem 17. März, eine neue Knesset gewählt.