Eine "schmutzige Bombe" ist ein konventioneller Sprengsatz, der radioaktives Material enthält. Hintergrund der Tests sei die Sorge, militante Islamisten könnten in Zukunft eine solche primitive nukleare Waffe erlangen und gegen den jüdischen Staat einsetzen. Nach Darstellung von "Haaretz" erfolgten die Tests im Rahmen eines Projekts von Wissenschaftlern des Atomreaktors in Dimona in der Negev-Wüste. Ziel des vierjährigen Projekts "Sade Jarok" (Grüne Wiese) seien Methoden zur Verteidigung gegen eine "schmutzige Bombe" gewesen. Insgesamt seien in Israel 20 Sprengsätze mit einem Gewicht von 250 Gramm bis 25 Kilo getestet worden, schrieb "Haaretz". Sie enthielten den Stoff Technetium-99m, der unter anderem in der medizinischen Diagnostik verwendet wird. Nur eine Explosion sei in einem geschlossenen Raum, der Rest in der Wüste erfolgt. Das Ergebnis sei gewesen, dass die Strahlung im Zentrum der Explosion stark war. Eine deutlich kleinere Strahlung verbreite sich mit dem Wind.