Die Dschihadisten seien für ihre Niederlage im Kampf um die Stadt Sindschar bestraft worden, berichteten Augenzeugen am Sonntag.

Auch im syrischen Al-Rakka wurden nach Angaben von Aktivisten "abtrünnige" Dschihadisten getötet. Mindestens 100 ausländische Kämpfer seien hingerichtet worden. Sie hätten in ihre Heimatländer zurückkehren wollen, sagte ein Aktivist aus al-Rakka am Samstag. Hunderte weitere Kämpfer befänden sich unter strenger Beobachtung der IS-Führung. Eine "Sittenpolizei" kontrolliere vor Ort ihre Gesinnung, bestätigte ein weiterer Aktivist

Kurdische Peschmerga hatten in einer Offensive seit Donnerstag IS-Stellungen im Sindschar-Gebirge angegriffen. Dabei gelang es ihnen, den Höhenzug zu befreien. Rudaw zufolge rückten die Peschmerga am Samstagnachmittag dann bis in die zuvor vom IS beherrschte Stadt Sindschar südlich des gleichnamigen Gebirges ein. "Die Peschmerga haben mit der Rückeroberung dieser Region in nur 24 Stunden Geschichte geschrieben", sagte Kurden-Präsident Massud Barsani bei einem Besuch des Gebirges am Sonntag. Mit Blick auf den weiteren Kampf gegen den IS sagte er: "Wir werden sie angreifen, wo immer sie sind."