| 13:34 Uhr

Iraks Armee: Keine Minderjährige Deutsche in Mossul verhaftet

Irakische Soldaten stehen am 07.07.2017 nahe der Front in Mossul (Irak). Bei einer Militäroperation in Mossul wurden 20 IS-Anhängerinnen festgenommen. Fünf von ihnen sollen aus Deutschland kommen.
Irakische Soldaten stehen am 07.07.2017 nahe der Front in Mossul (Irak). Bei einer Militäroperation in Mossul wurden 20 IS-Anhängerinnen festgenommen. Fünf von ihnen sollen aus Deutschland kommen. FOTO: Felipe Dana (AP)
Mossul/Pulsnitz. Die Spur einer 16-jährigen Vermissten aus Pulsnitz in den Irak ist offenbar falsch. Die irakische Armee widersprach am Nachmittag Medienberichten, die auf ein Aufgreifen der jungen Deutschen im umkämpften Mossul hindeuteten. dpa/bob

Unter den in Mossul festgenommenen IS-Anhängerinnen sind nach irakischen Armeeangaben keine Minderjährigen. Alle Frauen seien älter als 30 Jahre, sagte ein Offizier der irakischen Anti-Terror-Einheiten am Dienstag der Deutschen Presse-Agentur. Bei ihnen handele es sich um Kämpferinnen, die andere ausgebildet und für die IS-Polizei gearbeitet hätten. Sie seien über die syrische Stadt Al-Rakka nach Mossul gekommen und würden weiter befragt.

Der Offizier widersprach damit Angaben, unter den IS-Anhängerinnen sei möglicherweise auch eine verschollene 16-Jährige aus Sachsen. Das hatte die Tageszeitung "Die Welt" berichtet. Iraks Sicherheitskräfte hatten in der vergangenen Woche in Mossul nach eigenen Angaben 20 Dschihadistinnen festgenommen, darunter fünf Deutsche.