Er werde über dieses wichtige Thema deshalb im Juni mit den Führern der sieben führenden Industrienationen und Russlands beim G 8-Gipfel in Heiligendamm sprechen, sagte Ban gestern vor Schülern in New York. "Unglücklicherweise war meine Generation etwas unachtsam dabei, auf unseren einzigartigen Planeten zu achten", gestand Ban ein. Er sei aber zuversichtlich, dass die jüngere Generation sich besser darum kümmern werde. In der heutigen Welt würden unzählige Menschen überall auf der Erde durch Krieg bedroht. Krieg sei für unsagbares Leid verantwortlich, und die Hauptarbeit der Vereinten Nationen konzentriere sich bisher auf die Verhindung und Beendigung von Kriegen. Doch die Gefahr für die Menschheit durch den Klimawandel und die globale Erwärmung sei mittlerweile inzwischen ebenso groß, sagte Ban.
Er kündigte an, dass die Vereinten Nationen sich intensiv mit dem Thema befassen würden. "Diese Probleme sind grenzüberschreitend. Nur ein gemeinsames und abgestimmtes internationales Vorgehen, begleitet und unterstützt von individuellen Initiativen, wird ausreichen", sagte er. "Die natürliche Arena dafür sind die Vereinten Nationen."
Bans Einschätzung zufolge hat die globale Erwärmung weit reichende Auswirkungen für Arbeitsplätze, Wachstum und Armut. Sie werde zu mehr Seuchen, Naturkatastrophen, Dürreperioden und anderen Veränderungen führen, die ein neuer Auslöser für Krieg und Konflikte sein könnten. "Das wäre ein unverantwortliches Vermächtnis, eines, das wir alle gemeinsam abwenden müssen", sagte er. Im alltäglichen Leben sei nicht-nachhaltiges Handeln viel zu sehr verankert. Selbst wenn man jetzt handele, werde es Jahrzehnte, möglicherweise Jahrhunderte dauern, um die bereits entstandenen Schäden zu beheben. "Wir sind alle mit schuld am Prozess der globalen Erwärmung." (dpa/ab)