Ihm werde Urkundenfälschung, Verleumdung und falsche eidesstattliche Versicherung vorgeworfen, teilte ein Gerichtssprecher gestern mit. Zu der Hauptverhandlung kommt es, weil Schoenland gegen einen Strafbefehl über 4500 Euro Einspruch eingelegt hatte. Mit dem Strafbefehl hatte das Gericht auf Antrag der Staatsanwaltschaft Cottbus festgestellt, dass Schoenland mit manipuliertem Material die Affäre in der CDU ausgelöst habe.

Die E-Mail-Affäre war Ende August 2006 durch Anschuldigungen Schoenlands gegen den damaligen CDU-Generalsekretär Sven Petke und Landesgeschäftsführer Rico Nelte ausgelöst worden. Schoenland warf beiden vor, den elektronischen Postverkehr der Parteispitze kontrolliert zu haben. Die staatsanwaltschaftlichen Ermittlungen zu Schoenlands Vorwürfen wurden bereits Ende 2006 eingestellt.

Zur Untermauerung seiner Vorwürfe hatte Schoenland bei einer Pressekonferenz am 31. August 2006 auch eine angeblich von Nelte stammende E-Mail mit einer Frage zur Installation eines Computer-Programms präsentiert. Darin hat Schoenland nach Überzeugung der Staatsanwaltschaft Cottbus das Wort "Statistikprogramm" durch den Begriff "Überwachung" ersetzt. Petke und Nelte hatten im Zuge der Affäre ihre Posten verloren.

Für den Prozess ist bislang nur ein Verhandlungstag angesetzt.dpa/mb