"Nach wie vor nehmen rund 60 Prozent eines Jahrgangs die Angebote wahr, aber wir merken an den absoluten Zahlen schon die Geburtenrückgänge", sagte der Sprecher der Landesarbeitsgemeinschaft Jugendfeier im Humanistischen Verband, Volker Mueller.
Allein rund 4000 Jugendliche hätten sich für die Veranstaltungen des Verbandes angemeldet. Von "staubig-steifen" Festen kann derweil längst schon keine Rede mehr sein.
"Bei uns gestalten Kinder- und Jugendensembles die meist sehr lockeren Feiern", berichtet Vera Stephan vom Vorstand des Humanistischen Jugendwerks Cottbus. In der Region hätten sich in diesem Jahr rund 800 Jugendliche im Alter von 14 bis 15 Jahren für ihre Jugendweihen angemeldet.
Im Vergleich zu den Jugendfeiern und Jugendweihen spielen auch in diesem Jahr Konfirmation und Firmung in Brandenburg eine untergeordnete Rolle. Die Katholische Kirche zählte im Vorjahr etwas mehr als 200 Firmlinge; aktuelle Zahlen liegen noch nicht vor. Die Evangelische Kirche erwartet für dieses Jahr fast 3000 Konfirmanden. "Prozentual können wir einen deutlichen Anstieg verzeichnen", sagt Friederike Schwarz, zuständig für Kinder- und Jugendarbeit. Aus ihrer Sicht könnte die Jugendweihe zum Auslaufmodell werden - "aber wohl frühestens in der nächsten Generation". Mueller sieht das nicht: "Jugendfeiern haben nichts von ihrer Attraktivität verloren."