Dort wurde auf Antrag der CDU über die Gefahren des Islamismus in Brandenburg debattiert. Die Christdemokraten forderten neben der Erhöhung der Stellen beim Staatsschutz und beim Verfassungsschutz unter anderem Regelungen, die verhindern könnten, dass Islamisten etwa als Ordner bei Fußballspielen eingesetzt werden können. Zudem sollte es für Islamisten einen Pass ent zug geben, der verhindere, dass deutsche Staatsbürger ausreisen und sich Terrorgruppen anschließen können. Zudem sollte im Land eine "Taskforce moderater Muslime" gegründet und unterstützt werden. Auch interreligiöse Projekte an Schulen sollten verstärkt unterstützt werden. "Sicherheit und Prävention gehören untrennbar zusammen", sagte der Landtagsabgeordnete Björn Lakenmacher (CDU) in der Debatte.

Letztlich wurde der Antrag den CDU abgelehnt - und das Regierungslager warf den Christdemokraten bloße Symbolpolitik vor. So sprach der SPD-Abgeordnete Sören Kosanke von einer "sicherheitspolitischen Gießkannenmentalität". "Die CDU hat die einfache Antwort: viel hilft viel - auch wenn wir gar nicht wissen, wo und wie diese Mittel eingesetzt werden sollen", warnte Kosanke. "Es wäre falsch, den Eindruck zu vermitteln, dass in Brandenburg potenzielle Terroristen zuhauf auf ihren Einsatz warten", sagte Hans-Jürgen Scharffenberg (Linke). Minister Schröter betonte, dass der Verfassungsschutz bereits seit Jahren für die Gefahren des Islamismus sensibilisiere.

Überschattet wurde die Debatte indes von einer Äußerung des AfD-Abgeordneten Thomas Jung, der sich dafür aussprach, islamistische Gefährder in Sicherheitsverwahrung zu nehmen. Das allerdings ist in Deutschland derzeit selbst für Sexualstraftäter nur unter sehr strengen Auflagen und außerdem auch niemals vor einer begangenen Straftat zulässig.