Es sei bedauerlich, dass er veröffentlicht werde, während der Gesprächsprozess der Bischofskonferenz zum Umgang mit wiederverheirateten Geschiedenen noch laufe und eine Arbeitsgruppe noch damit beschäftigt sei, entsprechende Lösungen zu finden. "Mir persönlich ist es aber wichtig, dass Menschen, die sich scheiden ließen und anschließend neu heiraten, selbstverständlich weiter zur Kirche dazugehören", so Ipolt. "Sie bleiben katholische Christen und Teil der Gemeinde, auch wenn die neue Ehe nicht den Regeln der Kirche entspricht." In solchen Fällen sei eine intensive seelsorgerliche Begleitung nötig. "Aber wir sehen uns als Kirche auch an das Gebot Jesu gebunden, dass die Ehe unauflöslich ist."

Ähnlich äußerte sich der Erzbischof von Berlin, Rainer Maria Kardinal Woelki: "Geschiedene, die wieder geheiratet haben, leben in unseren Pfarrgemeinden und sie sind hier willkommen, sie gehören zu uns! Die pastorale Not, die damit verbunden ist, kenne ich gut, sie brennt mir unter den Nägeln." Es sei richtig, darauf den Blick zu richten. "Aber wir dürfen auch nicht aus dem Blick verlieren, dass wir dem Willen Jesu verpflichtet sind, der die Unauflöslichkeit der Ehe betont hat."