Aus forstfachlicher Sicht und aus Gründen der Landesplanung sei dem Vorhaben in der Gemeinde Schenkendöbern (Spree-Neiße) nicht zuzustimmen, so Minister Jörg Vogelsänger (SPD). Für das Solarkraftwerk sollten 650 Hektar Wald gerodet werden, wogegen sich massiver Protest von Anwohnern und Naturschützern geregt hatte.

Im August erst hatte die Landesforstbehörde in einer ersten Stellungnahme trotz Bedenken der Rodung noch zugestimmt. Nun hat es im zuständigen Infrastrukturministerium offensichtlich einen massiven Sinneswandel gegeben. Das öffentliche Interesse am Walderhalt überwiege in diesem Fall gegenüber dem gewünschten Ausbau der erneuerbaren Energie.

Die im Planantrag aufgeführten Waldflächen wiesen größtenteils keine schwerwiegenden Belastungen durch Munition und Abfall auf und seien zugänglich, heißt es in einer Erklärung des Ministeriums. Eine Beseitigung der Altlasten des ehemaligen Truppenübungsplatzes war von den Projektbetreibern bisher als wesentliches Argument für die Rechtfertigung der geplanten Abholzung angeführt worden.

Die Entscheidung über den Bebauungsplan muss die Gemeinde Schenkendöbern treffen. Da jedoch auch das Umweltministerium in Potsdam die Pläne für den Solarpark Lieberose III bereits abgelehnt hat, dürfte das Vorhaben in dieser Größe nun endgültig gescheitert sein. Das Fotovoltaik-Kraftwerk sollte mit 650 Hektar drei Mal so groß werden, wie der bereits vorhandene Solarpark Turnow-Preilack, der sich ebenfalls in der Lieberoser Heide befindet. sim