Der Antrag der Oppositionsfraktion wurde jedoch am Donnerstag mit den Stimmen aller anderen Fraktionen abgelehnt. Einzig der fraktionslose Abgeordnete Gerd-Rüdiger Hoffmann stimmte mit den Grünen. In der Debatte kritisierte der Fraktionsvorsitzende von Bündnis 90/Die Grünen, Axel Vogel, dass Vattenfall die Regelungen für Entschädigungen selber festlege und beklagte "Geheimniskrämerei".

"Die Grünen verzerren die Sachverhalte wieder einmal so lange, bis sie in ihr ideologisches Konzept passen", sagte dagegen die SPD-Abgeordnete Barbara Hackenschmidt. "Schon das Bild der Bergbauunternehmen, die bewusst Daten zurückhalten, stimmt so nicht."

"Der Braunkohle geht es wie der Energiewende", sagte der FDP-Wirtschaftspolitiker Raimund Tomczak. "Sie leidet darunter, dass die Folgen des Bergbaus nicht transparent genug dargestellt werden." Die notwendige Aufklärungsarbeit liege aber in der Verantwortung von Vattenfall, nicht des Landes. Dagegen sprach sich der CDU-Abgeordnete Ingo Senftleben für mehr Transparenz im Umgang mit Bergschäden aus. "Wir müssen die Menschen vor Schäden schützen und uns dafür einsetzen, dass Schäden behoben werden", so Senftleben.