Im Zw eiten Weltkrieg war die Stadt während der monatelangen Häuserkämpfe völlig zerstört worden. Heute erinnert nur noch die Ruine der einst von einem Deutschen gebauten Mühle an die Verwüstungen in der "Heldenstadt". In den Nachkriegsjahren bauten Architekten das Stadtzentrum im neoklassizistischen Stil auf. Selbst die Stadtbücherei kam nicht ohne mächtiges Säulenportal au s.

Die blutige Vergangenheit ist auf den Plätzen und in vielen Straßennamen allgegenwärtig. An zahlreichen Stellen erinnern Heldendenkmäler sowie ausgestellte T34-Panzer und Kampfflieger an den Sieg der Roten Armee in der Schlacht um Stalingrad. Zentraler Gedenkort ist der Mamajew-Hügel, auf dem eine 87 Meter hohe Figur der Mutter Heimat mit erhobenem Schwert thront. In einer Halle brennt - wie auch auf dem Platz der Gefallenen Kämpfer im Stadtzentrum - eine Ewige Flamme zum Gedenken an die Hunderttausenden Opfer der Schlacht.

Me hr als 70 Kilometer zieht sich Wolgograd in einem schmalen Streifen an der Wolga entlang. Die Sandstrände des Flusses sind für die Bewohner im Sommer ein beliebtes Ausflugsziel. Allerdings ist Wolgograd, das etwa 1000 Kilometer südlich von Moskau liegt, im Gegensatz zu vielen anderen russischen Großstädten kein Ziel des Massentourismus. So mangelt es an guten Hotels. Deutsche Partnerstädte Wolgograds sind Köln und Chemnitz .