An der Ostseite von Schloss Kuckuckstein in Liebstadt fanden Mitarbeiter jetzt mehrere Kolonien der Larven. "Das Gelände wird eingezäunt, um die Tiere zu schützen", sagte Schlossmitarbeiter Paul Bolle am Dienstag der dpa.
Nach Angaben des Umweltministeriums sind Ameisenlöwen in Deutschland selten. In den sandigen Böden der Dübener Heide oder in Ostsachsen finden sie aber ideale Lebensbedingungen. Dort graben sie Trichter in den Boden, die zugleich als Unterschlupf und Falle dienen. Wenn sich beispielsweise Ameisen dem Trichter nähern, werden sie von dort gezielt mit Sandkörnern unter Beschuss genommen. So können flüchtende Opfer an die Trichterwand geraten und abrutschen. Über einen Kanal in den Kieferzangen betäubt der Ameisenlöwe seine Beute mit einem Gift. (dpa/mb)