Doch in Sachsen kommt seit Jahren mehr als jeder achte Rettungswagen zu spät - das heißt nicht in der gesetzlich vorgeschriebenen Frist. Das haben Recherchen ergeben. In den vergangenen drei Jahren waren keine Zahlen veröffentlicht worden. Das Rettungsdienstgesetz erlaubt bei fünf Prozent der Einsatzfahrten eine Überschreitung der Zeiten. Die Hilfsfrist wird in Sachsen oft nicht eingehalten. Das zeigen Zahlen von 2014 - und für die erste Jahreshälfte 2015 aus dem Innenministerium. Demnach schnitt der Landkreis Leipzig am besten ab. Dort kommen mehr als 92 Prozent der Rettungsdienste innerhalb von zwölf Minuten beim Patienten an. Dagegen kam in Chemnitz und im Erzgebirgskreis jeder vierte Rettungswagen zu spät. Genaue Zahlen liegen für die acht westlichen Landkreise in Sachsen vor. Für die östlichen Kreise Meißen, Bautzen, Görlitz, Sächsische Schweiz-Osterzgebirge und die Stadt Dresden könnten keine aussagekräftigen Zahlen genannt werden, heißt es aus dem Innenministerium. Doch gebe es auch keine Anhaltspunkte für Verschlechterungen gegenüber den Vorjahren, hieß es.