Ministeriumssprecherin Birgit Eßer-Schneider führte dafür rechtsstaatliche Gründe an. "Freiheitsstrafen werden von unabhängigen Gerichten verhängt, deren Entscheidungen verbindlich sind", sagte Eßer-Schneider.

Die Justizvollzugsanstalten könnten nur gemäß dem Strafvollzugsgesetz Gefangene vor Weihnachten entlassen, wenn die Strafe zwischen dem 22. Dezember und dem 2. Januar ende. Über die Anwendung dieser Vorschrift entscheide jede Haftanstalt selbst, erläuterte die Ministeriumssprecherin weiter. Durch den sogenannten Weihnachtsgnadenerweis, die Weihnachtsamnestie, kamen in Berlin in diesem Jahr 105 Gefangene frei. In Brandenburg waren es 50. Das sagten die Sprecher der jeweiligen Justizministerien.