In Potsdam will das brandenburgische Umweltministerium am Donnerstag (10.00 Uhr) eine neue Verordnung zum Umgang mit sogenannten Problemwölfen vorstellen. Sie soll für Behörden eine Hilfe sein, wenn die Raubtiere auffällig und aggressiv sind. Der Text listet auch auf, in welchen Ausnahmefällen ein Abschuss erlaubt ist. Dazu und zu anderen Punkten will sich Umweltminister Jörg Vogelsänger (SPD) auf einer Pressekonferenz äußern.

Der Wolf ist in Deutschland eine streng geschützte Tierart. Die Verordnung ermöglicht laut Ministerium ein stringenteres Handeln, wenn „Problemwölfe“ auftauchen. Entscheidungen könnten dann durch das Landesumweltamt statt durch die 18 Naturschutzbehörden in den Landkreisen getroffen werden.

Dem Ministerium zufolge ist eine Wolfsverordnung in Deutschland bislang einmalig. In Brandenburg leben bezogen auf ganz Deutschland vergleichsweise viele Wölfe. Immer wieder klagen Weidetierhalter, dass ihre Tiere gerissen werden. Sie schlossen sich sogar schon zu Mahnwachen zusammen. Das Ministerium will die Wolfsverordnung als einen Baustein im Wolfsmanagement des Landes verstanden wissen.