| 02:34 Uhr

In Brandenburg soll's groß zugehen

Brandenburgs Landesregierung will bekanntlich die Zahl der Kreise von 14 auf neun reduzieren. Für den Süden ist ein Monster-Kreis geplant, der die Kreise Spree-Neiße, Oberspreewald-Lausitz, Elbe-Elster und die Stadt Cottbus umfasst.

Er wäre mit mehr als 4900 Quadratkilometern Fläche der zweitgrößte Kreis Deutschlands. Das Saarland hat übrigens 2570 Quadratkilometer und sechs Landkreise, das Großherzogtum Luxemburg 2586 Quadratkilometer und zwölf Kantone, aber das nur nebenbei.

In Brandenburg soll's jedenfalls groß zugehen. Allerdings müssten noch die früheren Kreise Luckau und Lübben aus dem Landkreis Dahme-Spreewald herausgelöst werden. Bezüglich des Ex-Kreises Jessen ist mit dem Land Sachsen-Anhalt zu verhandeln. Die einstigen Kreise Hoyerswerda und Weißwasser liegen seit 1990 in Sachsen - auch da besteht also dringender Verhandlungsbedarf. Aber dann hätten wir als Großkreis den Bezirk Cottbus wieder!

Wobei nicht gesagt ist, dass Cottbus dann auch Kreissitz wird. Senftenberg wurde ins Gespräch gebracht, weil's zentral liegt.

Calau, weil die geplante Reform der reinste Kalauer ist.

Und das Elbe-Elster-Örtchen Schilda, weil es so prima Schildbürgerstreiche assoziiert.