Die Beamten setzten Tränengas und Blendgranaten ein, um die Randalierer auseinanderzutreiben.

Ein 65-Jähriger, der nicht an den Ausschreitungen beteiligt war, starb nach einem Herzinfarkt im Krankenhaus. Mindestens drei Menschen wurden leicht verletzt, berichtete der griechische Rundfunk unter Berufung auf den Rettungsdienst.

Über dem Platz vor dem Parlament in Athen lag ein beißender Geruch, wie das Fernsehen berichtete. Dutzende Menschen flohen in Panik in die Nebenstraßen. Die Ausschreitungen dauerten fast zwei Stunden.

In Athen und anderen Städten gingen Zehntausende Menschen auf die Straßen, um gegen das neue Sparpaket von 13,5 Milliarden Euro zu demonstrieren. Ministerien, Schulen und zahlreiche Behörden blieben geschlossen. Ärzte behandelten nur Notfälle. Auch der Flug-, Schiffs- und Eisenbahnverkehr war betroffen. Keine Fähre lief aus Piräus aus. Dutzende Flüge mussten abgesagt werden, weil Fluglotsen die Arbeit für drei Stunden niederlegten. Auch die Taxifahrer von Athen zogen für neun Stunden die Handbremse.

"Wir verelenden", skandierten einige Demonstranten. Andere warfen der Regierung vor, mit den endlosen Sparmaßnahmen das Land ins Chaos zu stürzen. "Jedes dritte Geschäft im Zen trum Athens ist geschlossen", sagten Händler, die ebenfalls gegen das Sparprogramm demonstrierten. Auch in Thessaloniki, auf Kreta und in zahlreichen mittelgriechischen Städten gingen Tausende Menschen auf die Straßen, wie örtliche Medien berichteten.

Die griechischen Gewerkschaften rechnen mit weiteren Kürzungen von Löhnen zwischen sechs und 20 Prozent.