Der Aufkauf von Tabak in Brandenburg, Sachsen, Sachsen-Anhalt und Thüringen durch die EZG ist inzwischen abgeschlossen. "Das Wetter hat den Tabakpflanzen wenig ausgemacht, es gab kaum Ausfälle durch Schädlinge und Pilzerkrankungen", berichtete der Geschäftsführer, schränkte jedoch ein: "Die Anbauer mussten die Bestände aufgrund der vorherrschenden Trockenheit aufwendig bewässern." Das habe erhebliche Kosten verursacht. "Vor allem die Kleinpflanzer, die keine Beregnungsanlagen besitzen, hatten dabei Probleme." Aber: "Totalausfälle durch Krankheiten und Ungeziefer waren nicht zu verzeichnen." Laut Zeretzke wurden mit 588 Tonnen Virgin und 198 Tonnen Burley die Quotenforderungen des Bundesverbandes fast erfüllt. Gegenüber 2007 wurden 48 Tonnen Zigarettentabak Virgin und 29 Tonnen Zigarrentabak Burley mehr produziert. Zu der guten Menge kämen noch bessere Qualitäten hinzu. In der kommenden Saison würden nur noch 52 Tabakanbauer - von einst 100 im Osten - eine Fläche von 351 Hektar innerhalb der Erzeugergemeinschaft bestellen, sagte Zeretzke. "Viele Kleinanbauer haben aufgegeben", stellte der EZG-Geschäftsführer fest. Grund seien die Altersstruktur der Pflanzer und die mit dem Anbau verbundene viele Handarbeit. Hinzu komme die Unsicherheit, wie es von 2010 an mit dem Tabakanbau und der EU-Beihilfe weitergehen solle. Unterdessen werden vier von bundesweit fünf Erzeugergemeinschaften aufgelöst. Die neu gegründete Erzeugergemeinschaft Deutschland-Tabak (Speyer) übernimmt dann auch die Aufgaben der ostdeutschen EZG.