| 02:33 Uhr

Prognose
Immer weniger Brandenburger

Köln. Die deutsche Bevölkerung wächst nach Prognosen des Instituts der deutschen Wirtschaft (IW) bis zum Jahr 2035 um eine Million auf mehr als 83 Millionen Menschen. In den kommenden fünf Jahren erwartet das Institut sogar einen Anstieg auf fast 84 Millionen Menschen. Jan Siegel (mit dpa)

Das aber sei nur ein Zwischenhoch. Mit dem langfristigen Anstieg kehrten sich frühere Annahmen des Statistischen Bundesamtes um, die bisher von einem langfristigen Bevölkerungsrückgang ausgegangen waren.

Gründe für die Umkehr seien vor allem die in den letzten Jahren deutlich gestiegenen Geburtenzahlen und auch die Zuwanderung.

Die Einwohnerzahl in Brandenburg wird nach der IW-Prognose bis zum Jahr 2035 auf 2,37 Millionen Einwohner zurückgehen. Das wären mehr als 100 000 Brandenburger weniger als Ende 2015. Die Einwohnerzahl in Sachsen sinkt nach Berechnungen der Wissenschaftler auf etwa 3,96 Millionen. Derzeit leben im Freistaat rund 4,1 Millionen Menschen.

Auf Wachstumskurs sehen die Wissenschaftler dagegen die großen Städte Berlin und Hamburg. Die Zahl der Einwohner Berlins dürfte dann sogar die Vier-Millionengrenze überschreiten. Das würde einem Bevölkerungszuwachs in der Hauptstadt von stattlichen 14,5 Prozent entsprechen. Mit mehr Einwohnern rechnen die Wissenschaftler auch in Bayern und Baden-Württemberg.

Während der Trend zum Bevölkerungsschwund in neun von 16 Bundesländern damit gedreht würde, schreite die Alterung der Gesellschaft aber überall voran. Schuld ist der Renteneintritt der Babyboomer-Generation in den Jahren um 2030.